DM-Qualifikationen, Titel, Teamgeist und Drama bei den Regionsmeisterschaften U16, U18 und U20
DM-Qualifikationen, Titel, Teamgeist und Drama bei den Regionsmeisterschaften U16, U18 und U20
Bei den Regionsmeisterschaften des LVN Region Nord in Rhede gingen sechs Tackenberger Athletinnen an den Start; dazu startete am Vortag Joshua Ingenwerth in Krefeld im Stabhochsprung.
Für Joshua (MU20) war es der letzte Vorbereitungswettkampf vor den LVN Meisterschaften im Mehrkampf am 16. und 17. Mai in Düsseldorf. Die Trainingsleistungen mit dem Stab sollten unter Wettkampfbedingungen getestet werden. Das gelang hervorragend. Konstante Sprünge brachten ihn bis auf die Höhe von 4,20 m. Es folgten noch zwei Versuche mit härterem Stab über 4,30 m, aber die Luft war raus und Joshua verzichtete auf den letzten Versuch. Die 4,20 m bedeuteten neue persönliche Bestmarke und die Goldmedaille für die Regionsmeisterschaft.
In der weiblichen Jugend U18 traten Ida Alfes und Elsa Wagner an; beide im Hochsprung und Elsa zusätzlich noch im Speerwurf. Elsa Wagner zeigte einen schönen Hochsprung-Wettkampf mit konstanter Technik und meisterte mit einer Ausnahme alle Höhen bis 1,55 m im ersten Versuch. An den folgenden 1,58 m scheiterte sie nur knapp und konnte sich mit Saisonbestleistung die Silbermedaille sichern. Ida Alfes zeigte ebenfalls eine sehr stabile Leistung mit guten Sprüngen. Ab der Höhe von 1,58 m konnte sie die weiteren Höhen selbst bestimmen, da sie allein im Wettkampf verblieben war. Die als nächstes gewählten 1,65 m gelangen im ersten Versuch. Die folgenden 1,70 m meisterte Ida erst im dritten Versuch, wobei im Kopf sicherlich auch mitschwang, dass diese Höhe die Freiluftnorm für die Teilnahme an den diesjährigen Deutschen Meisterschaften darstellt. 1,72 m folgten dann wieder im ersten Versuch. Die 1,75 m wollten nicht mehr gelingen, aber Ida war sehr zufrieden mit Platz 1 und DM-Quali.
In der weiblichen Jugend U16 starteten Greta Potschien, Emilia Strauch und Charlotta Höring (jeweils 100 m und 4x100 m Staffel) sowie Emma Breitbarth (80 m Hürde, Kugel, Diskus, 4x100 m Staffel). Im 100 m Sprint konnten alle große Verbesserungen der PBs erreichen. Greta Potschien steigerte sich um 44 Hundertstel auf 14,60 s, verpasste aber knapp den Endlauf. Emilia Strauch verbesserte sich von 14,93 s auf 14,58 s, obwohl sie im Ziel stürzte und sich dabei leicht verletzte. Charlotta konnte ihre PB um 25 Hundertstel auf 13,26 s schrauben und zog mit der zweitschnellsten Vorlaufzeit souverän in den Finallauf ein. Durch die Absage einer Starterin konnte Emilia ebenfalls noch in die Finalläufe nachrücken. Sie verzichtete aber aufgrund ihrer Verletzung sicherheitshalber, um sich zu erholen und eventuell noch den Start der Staffel zu ermöglichen. Teamgeist! Im spannenden Finallauf bestätigte Charlotta ihre Vorlaufzeit, konnte sich mit 13,27 s gegen die Konkurrenz durchsetzen und erlief sich damit die Regionsmeisterschaft.
Emma Breitbarth zeigte trotz großer Nervosität vor dem Start einen Klasselauf über die 80 m Hürden. Die Goldmedaille verpasste sie knapp wegen eines Strauchlers nach der letzten Hürde, so wurde es Silber mit einer schönen neuen PB von 12,80 s.
Im Kugelstoßen konnte Emma mit den ersten beiden Versuchen schon ordentliche Weiten markieren, was Sicherheit für den kommenden Siebenkampf gibt. Der fünfte Versuch war dann mit 11,62 m der beste und brauchte ihr auch im Kugelstoßen Platz 2 ein.
Für großen Jubel sorgte der Diskuswurf. Emma steigerte direkt mit dem ersten Versuch ihre persönliche Bestweite um fast 3 Meter auf 34,55 m. Damit hat sie ein weiteres großes Saisonziel erreicht: die Norm für die Deutschen Meisterschaften im Juli in Bochum. Die Versuche 2 bis 4 brachten keine Verbesserung mehr. Auf die Versuche 5 und 6 verzichtete Emma dann, um sich mit dem Team auf die Staffel vorzubereiten. Die anderen Werferinnen konnten sie mit ihren Versuchen nicht mehr vom ersten Platz verdrängen und Emma gewann Gold.
In der 4x100 m StaffeI hatte sich die Pause von Emilia gelohnt; ein kurzer Belastungstest zeigte, dass sie fit für den Lauf war. Der erste Wechsel von Greta auf Emilia war zwar etwas holprig, aber die anderen beiden Wechsel liefen gut. Auf der Zielgeraden konnte Schlussläuferin Charlotta trotz starker Laufleistung nichts mehr gegen das starke Team von Eintracht Duisburg ausrichten. Dann der Schock: ein Wechselrichter hat den ersten Wechsel als überlaufen gewertet, worauf die Disqualifikation der Staffel erfolgte. Greta und Emilia waren sich jedoch völlig sicher, dass die Stabübergabe innerhalb der Wechselzone erfolgt war. Glücklicherweise gab es eine Videoaufnahme des Wechsels, die zeigte, dass eine Fehlentscheidung vorlag. Die Staffel legte Protest bei Wettkampfleiter Christian Prpitsch ein, der das Video gründlich prüfte. Er bestätigte, dass die Entscheidung nicht korrekt war und hob die Disqualifikation auf. Da zu dem Zeitpunkt der Wettkampftag längst beendet war, konnte es nur eine kurze provisorische Übergabe der Silbermedaillen an unsere Staffel geben. Trotzdem waren alle sehr froh darüber, nicht umsonst nach Rhede gereist zu sein. Die Zeit war mit 54,94 s nicht so stark wie drei Wochen zuvor in Emmerich, aber das war nach diesem Tag tatsächlich Nebensache.
Ein herzlicher Dank an dieser Stelle an Christian Prpitsch und Karin Bruné, die sich trotz laufenden Abbaus die Zeit genommen haben, den Einspruch in Ruhe zu prüfen und die längst verpackten Medaillen wieder auszukramen!

Starkes Team bei der Regio: Emi Strauch, Greta Potschien, Charlotta Höring, Ida Alfes, Elsa Wagner und Emma Breitbarth

Wechsel von Emma auf Charlotta

Joshua Stabhochsprung

Emma bei der Siegerehrung Diskus

Emma über 80 Meter Hürde

Greta über 100 Meter

Emi über 100 Meter

Charlotta über 100 Meter

Elsa Wagner

Ida Alfes

Siegerehrung Hochsprung mit Elsa und Ida












